Starkes Vater-Tochter Team: Martin und Jennifer Pepper im Konzert

Minden, 16.Januar 2017

Mindener Tageblatt

Rolf Graff

Der Liedermacher, Pastor, Autor und Fotograf Martin Pepper verfügt über mehrere mediale Möglichkeiten, seine Botschaft an den Mann und die Frau zu bringen. Eine Kostprobe seiner Naturfotografien gibt es bereits auf der Leinwand, auf der auch im Countdown die verbleibende Zeit bis zum Konzertbeginn zu sehen ist und die später Texte und Untermalendes zu den Songs zeigt.

Zu Beginn seines Konzertes in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Minden spielt er, genau wie am Ende, ein Segenslied. Eingebettet darin können die Zuhörer in dem voll besetzten Gottesdienstraum ansprechende Musik und tiefgründige Texte genießen. Auch für ihn war dieser Auftritt sicher etwas Besonderes: In dieser Gemeinde, zu der er als junger Mann gehörte, präsentierte er vor etwa vierzig Jahren seine ersten christlichen Songs, nachdem er zuvor schon mit jungen Jahren in der Mindener Rock-Szene aktiv war.

Viel hat sich seitdem getan, was am besten mit dem Wort Reife zu umschreiben ist und für alle Aspekte seines Schaffens gilt. Er hat längst seinen Stil gefunden, seine „typisch Pepper“-Songs sind schnell identifizierbar, vereinen eingängige aber nicht simple, von Pop, Soul und Jazz beeinflusste Melodien mit gut balancierten, treffend formulierten Texten. Für die alten christlichen Wahrheiten findet er eine klischeefreie, zeitgemäße Sprache. Die meisten Titel stammen aus seinem 20. Album „Mit Sinn und Seele“.

„Du bist mehr“ heißt eines seiner stärksten Lieder. Es beschreibt die Begrenztheit menschlicher Erkenntnis, der von Gott immer sehr viel mehr verborgen bleibt, als sie sieht. Passend dazu liest er aus seinem neuem Buch „Faszination Anbetung“, dass er seine Herzenssache nennt. Er beschreibt die Macht der starken biblischen Bilder, die trotz ihrer Tiefe doch immer nur Teilaspekte anthropomorph beschreiben. „Gott ist immer mehr“ stellt er fest.

Die Bibel ist für ihn „Der Masterplan der Liebe“ und er zeigt auf, dass sie selbst immer wieder die eigenen Klischees durchbricht, was auch für die Geschlechterrollen gilt – und so beschäftigen sich gleich zwei Titel mit dem Bild des Mannes. Es gibt aber immer auch Lieder, die sich direkt an Gott richten, ihn anbeten, loben und bitten.

Unterstützt wird Martin Pepper seit vielen Jahren von seiner Tochter Jennifer, die gemeinsam mit ihm singt und sein Spiel auf dem Flügel ihrerseits mit geschmackvollen Flächen und orchestralen Klängen vom Keyboard anreichert. Sie arbeitet als Stimm- und Gesangscoach, hat an vielen seiner Songs mitgeschrieben und präsentiert auch einen eigenen Song von ihrer ersten CD.

Das Konzert zum Abschluss der diesjährigen Alianz-Gebetswoche wurde mit viel Applaus bedacht; als Zugabe folgte noch das bekannte Gottesdienst-Lied „Auge im Sturm“, dass wohl fast jeder im Saal kannte und mitsang.

 

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